Find it out.
the more sexual and inappropriate you are with me the better we’ll get along
Zwischen zweien steht
Was in den Köpfen dreht,
aus der selben Richtung weht
der Wind und flüstert es.Während der Kopf zum einen rät,
und das Herz innig um das andre fleht,
obwohl es um das wahrhaft große geht,
spricht es keiner aus.
Ich tapse mit Vorsicht lautlos sacht
durch die sternenklare Vollmondnacht.
Ein Windhauch streift mein struppig Fell,
im Mondschein scheint es grau und hell.
Meine alten Augen sind schon trüb,
meine brüchig Knochen werden müd.
Und so zieh ich mühsam durch den Wald,
mein greiser Geist wird langsam kalt.
Im Morgengrauen erwartet mich die Sense,
meines Lebens Chronik neigt sich ihrem Ende.
Eines jungen Bruders Heulen stört mein Selbstmitleid,
sein Mondgesang im dunklen Wald hallt weit und breit.
Denk an meine eig’nen jungen Jahre
und an sie auf der Blütenbahre.
Nach dem Schuss stieg sie zum Mond,
wo ein jeder uns’rer Ahnen wohnt.
Über sechzig Monde ist das her,
doch ich vergess sie nimmer mehr.
Ich laufe schnell, wie ich ewig nicht mehr lief,
hin wo der Jüngling klangvoll nach mir rief.
Will ihm sagen: Auf deine teure Wölfin achte,
mach nicht den Fehler, den ich einst machte.
Ich wich nur kurz von ihrer Seite,
war nicht lang in des wilden Waldes Weite.
Eines Jägers Pulverkuss schuf ihr Leide,
färbte ihr grau Gewand in rote Seide.
Doch was einst war ist schon vergangen,
es ist Zeit ums hier und jetzt zu bangen.
Bin fast da, hör nicht auf zu hetzen,
der Geifer fließt in Strömen von den faltig Lefzen.
Plötzlich, am Ende meiner fahlen Sicht,
Mensch und Wolf im Angesicht.
Fahles weißes Mondeslicht,
im kalten Stahlrohr drohend bricht.
Die Läufe spannen zum letzten Satz,
zu beenden die zweigebeinte Hatz.
Vor dem zweiten Knall der Junge flieht,
während stetig Leben aus mir fließt.
In meinem Herzen steckt das Schrot,
hab keine Schmerzen, keine Not.
Der Horizont steht scharlachrot,
bin ich glücklich, bin ich tot.
Die Unschuld - einst unversehrte Haut
auf der dann die Ehe baut.
Hält heute nicht viel länger als zwei Stunden
hat doch jeder sein Laster schon gefunden.
Unschuld ist nicht länger existent.
Jede weiße Weste, nur oft genug gewaschen.
Die einzig ehrlichen, die sie in roter Farbe tragen.
“Dass bei jedem Föhn
Vom Berg die Lawine rollt
Mit Sausen und Todesgetön
Hat das Gott gewollt?
Dass ich ohne Gruß
Durch der Menschen Land
Fremd wandern muss
Kommt das von Gottes Hand?
Sieht er in Herzensnot
Und Qual mich schweben?
Ach, Gott ist tot
Und ich soll leben?”– “Im Leide” von Hermann Hesse (via bergfriede)
done